| TAI CHI CHUAN
Tai ist im chinesischen Schriftbild ein sich selbst bewusster, gehender Mensch. Es wird aber auch mit Körper übersetzt.
Chi besteht aus den Zeichen Baum für vegetatives Bewusstsein
und einem Menschen zwischen Himmel und Erde; der Mund als Energieaufnahme
und die rechte Hand als Aktivität und Einsatz von Energie.
Chuan ist eine geschlossene Hand. Die Faust gilt als Zeichen für Konzentration und Energie.
Übersetzt wird Tai Chi Chuan als eine Bewegungskunst nach dem höchsten
Gesetz oder nach dem Ursprung von Yin und Yang. Aufbauend auf Elementen
des chinesischen Tai Chi (Tai Qui), des indischen Yoga, medizinischen Erkenntnissen
und Erfahrungen aus dem Budo üben wir Atemtechniken, Meditation und
Konzentration. In der weiteren Entwicklung lernen wir, innere und äußere
Energien fließen zu lassen, diese im täglichen Leben besser zu
nutzen, das eigene Gleichgewicht zu finden und intensiver zu leben.
Durch diese erlernten Atemtechniken und Tai Chi Chuan werden die inneren Lebenskräfte
jeder einzelnen Körperzelle intensiviert. Diese Aktivierung stärkt
die Abwehrkräfte. Regelmäßiges Training führt zur Steigerung
des allgemeinen Wohlbefindens. Im Tai Chi Chuan spiegelt sich die chinesische
Betrachtungsweise des menschlichen Körpers wider: als Mikrokosmos, in
dem sich die großen kosmischen Zusammenhänge wiederfinden.
Die traditionelle chinesische Medizin weiß, dass dieselben Kräfte,
welche das Universum beherrschen und die Natur beseelen, auch den Menschen
selbst bestimmen. Die chinesische Philosophie versteht den Menschen als Teil
des Kosmos, eingebettet in die universale Rhythmik, aufgespannt zwischen
Himmel und Erde, zwischen den Polen Yang und Yin.
In China sagt man: "Wer täglich Tai Chi Chuan übt, wird geschmeidig
wie ein Kind, kräftig wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser".
Nach Absprache werden im KOBUKAN e.V. Wochenendkurse stattfinden.
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© Kobukan e.V. 2008
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